Optimierte Einraumbeute: Was sind die Vorteile

Die traditionelle Einraumbeute gilt es zu verbessern. Das Ziel ist die optimierte Einraumbeute zu entwickeln. Das Wohl der bienen steht dabei im Vordergrund.

 

Imkern mit der Einraumbeute nimmt stetig zu. Die Gründe hierfür ist, dass die Arbeit mit ihr einfacher ist als mit der Magazinbeute. Durch Verbesserungen wird bisherige Einraumbeute optimiert. Was hat sich geändert und warum ist dies besser?

Das Wesen der Einraumbeute besteht darin, dass der Brutraum und der Honigraum in einem Raum enthalten sind. Getrennt werden sie durch ein Trennschied. Somit kann die Königin nicht in den Honigraum gelangen. Für den Imker hat dies den Vorteil, dass er beim Öffnen der Beute leicht in beide Räume einsehen kann.

bisherige Einraumbeute

 

Was wurde an der Einraumbeute optimiert

 

Dickere Wanddicke

 

Bei den bisherigen Einraumbeuten ist die Wanddicke ca. 1,6 bis 2 cm, je nach Material. Bei der optimierten Einraumbeute wird diese Wanddicke verdoppelt. Der Grund hierfür ist eine bessere Isolierung, insbesondere gegen Kälte. Torben Schiffer untersucht die natürlichen Lebensräume der Wildbienen und zog daraus Konsequenzen für die heutige Imkerei. Eine wesentliche Erkenntnis war, dass die heutigen Beuten viel zu dünn sind. In der Natur waren die Innenräume durch den Baumstamm mit einer Dicke von ca. 8 cm geschützt. Das sorgte für eine optimale isolierung im Winter und Sommer. Eine solche Dicke wäre für bei jeder Beutenart viel zu schwer und daher unzweckmäßig. Eine Verdoppelung der Wanddicke auf ca. 3,2 bis 4 cm verbessert die Isolierung deutlich. Der Nachtei ldickerer Wände ist natürlich das zunehmende Gewicht. Einraumbeuten werden jedoch nicht bewegt.

Wenn die Einraumbeute optimiert wird, müssen die Innenseiten aufgeraut werden. Die Bienen propolisieren die rauen Wände. Damit verbessert sich das Innenklima und Bakterien werden abgetötet.

 

Vergrößerung der Revisionsklappe und Erweiterung der Breite

 

Die Innen-Maße der Mellifera Einraumbeute sind:

Länge 790 mm x Breite 540 cm und tiefe 300 mm

Maße der optimierten Einraumbeute Länge 800 mm x Breite 580 mm x 300 mm

Die Veränderung des Längenmaßes um 1 cm hat keine große Ursache, es verschafft etwas mehr Spielraum bei der Schiedicke sowie den Arbeiten mit den Rähmchen. Die Veränderung der Breit um 4 cm, beruht zum einen darauf, dass das Maß der Dadant hoch Rähmchen (482 x 285 mm) beträgt. Somit sollte die Breite hier 480 mm betragen. Hinzu kommt eine Verbreiterung der Revisionsklappe um 4 cm. Die bisherige Breite von 7 cm ist in der Praxis unvorteilhaft. Schiebt man den Nassenheider Verdunster unter den Brutraum, benötigt man eine Mindesthöhe von 8 cm. Nach meinen praktischen Erfahrungen ist eine Vergrößerung der Breite auf 100 mm optimaler. (Anmerkung: Es gibt keine optimalen Maße, ich beziehe mich hierbei auf meine Erfahrungen.)

 

1 Lüftungsloch im Boden

 

Die Reduzierung auf 1 Lüftungsloch im Boden des Honigraums reicht für die Belüftung aus, wichtig ist nur, dass die Luft zirkuliert und keine Nässe entsteht. (Die Mellifera-Einraumbeute hat 3 Lüftungslöcher). Torben Schiffer plädiert für geschlossene Böden, also keine Luftungslöcher, er geht jedoch von einer dickeren Außenwand aus. Wird die Einraumbeute optimiert, sollte 1 Lüftungsloch vorhanden sein. Die Bodendicke von ca. 200 mm reicht aus, die Kälte wird ausreichend abgehalten.

 

Veränderung des Einflugloches

 

Die Einflugöffnung besteht in der Regel aus einem langen Schlitz oder einem runden Loch. Auch hier erfolgt die Optimierung wieder in Anlehnung an die Aussagen von Torben Schiffer. Etwa 2 cm oberhalb vom boden wird ein Loch reingebohrt, Durchmesser 5 cm.

Vor dem Loch wird ein Brett mit der gleichen Bohrung angebracht, die Dicke ist ca. 4 cm. Im Innenraum erfolgt ebenfalls die Anbringung eines solchen Brettes. Somit entsteht ein Öffnungsloch von ca. 12 cm Gesamttiefe. rausfliegende Bienen starten innerhalb dieser Röhre, heimkehrende Bienen landen außen und krabbeln durch die Öffnung hinein. Hinter der Öffnung im Innrenraum wird im Abstand von 1.5 cm ein Brett angebracht. Die dient dazu, dass die Wächterbienen die Öffnung besser verteidigen können. In Naturbienenbehausungen befindet sich kurz hinter dem Eingang Waben. Das Brett ersetzt also diese Wabe.

 

Klimadeckel

 

Bei der optimierten Einraumbeute erfolgt der Abschluss durch einen Klimadeckel. Ziel dabei ist es, dass die Luftfeuchtigkeit entweichen kann ohne dass es zu einem Wärmeverlust kommt. Wie der Klimadeckel konzipiert ist beschreibe ich in einem separaten Text.

 

Bestellung der optimierten Einraumbeute

 

Die optimierte Einraumbeute wird von mir gebaut und vertrieben. wenn du Interesse an einer solchen Beute hast, kannst du mit mir Kontakt aufnehmen und deine Bestellung aufgeben. Dies werden einzeln angefertigt und dann ausgeliefert. Den Preis teile ich dir in meiner Antwort mit.

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